Auf'n Ab

oder: Schmerz, lass nach

Im Dunkeln stehengelassen

Um nicht jedes Wochenende im Januar mangels Fahrm√∂glichkeit einsam in der Bude zu hocken, unternahm ich heute den Versuch, mich mit √∂ffentlichen Verkehrsmitteln nach K√∂ln ins Kino durchzuschlagen. Das sollte von Porz aus eigentlich auch nicht so schwer sein. Die Hinfahrt mit der S12 der Deutschen Bahn verlief soweit auch plangem√§√ü. Allerdings frage ich mich, wann denn endlich mal der Bahnhof Porz(Rhein) renoviert/saniert wird. Der Bahnsteig ist so derma√üen heruntergekommen, als h√§tten inzwischen 2 Weltkriege stattgefunden, ohne dass was an dem Gel√§nde getan wurde. Lediglich zwei provisorische Holzstege wurden auf dem Bahnsteig installiert, um ein Einsteigen in die neueren Nahverkehrsz√ľge zu erm√∂glichen. Die umliegenden Haltestellen dieser Linie sind √ľbrigens schon seit langem modernisiert.

Auf der R√ľckfahrt dann die b√∂se √úberraschung. Auf dem Bahnsteig K√∂ln/Hansaring war es ungew√∂hnlich dunkel. Die Bahnsteigbeleuchtung war ausgefallen. Dennoch zog ich mir pflichtbewusst meine Fahrkarte am Automaten. Nachdem ich damit fertig war, kam prompt eine Ansage, dass aufgund der ausgefallenen Beleuchtung an dieser Haltestelle kein Zug h√§lt, sondern alle Z√ľge durchfahren. Na prima. Da steh ich, wie viele andere, auf dem Bahnsteig und komme nicht weg. Vielen Dank. Zwei Bahnmitarbeiter waren bem√ľht, den Bahnsteig zu r√§umen, was ihnen nicht wirklich gelang, da genausoviele Menschen neu auf den Bahnsteig str√∂mten, als diese ihn verlie√üen. Ich als K√∂lner habe mir zwar schnell eine Alternativroute per KVB √ľberlegt, auf dem Bahnsteig gab es jedoch sehr viele ortsunkundige Menschen, die v√∂llig ausgeschmissen waren und von der Bahn einfach in Stich gelassen wurden. So half ich noch einigen mit guten Ratschl√§gen, wie sie doch noch an ihr Ziel kommen. Noch mehr leid taten mir allerdings die armen Seelen in den vorbeifahrenden Z√ľgen, die eigentlich an dieser Haltestelle aussteigen wollten. Die langen, entsetzen Gesichter hinter den Scheiben sprachen B√§nde.

Wenigstens die Heimreise mit der KVB klappte dann recht reibungslos, dauerte nur entsprechend l√§nger. Aber da hab ich auch schon abenteuerliche Geschichten erlebt…

Filed under: Schmerzen — 13. Januar 2007, 20:32 Uhr von Holger.

1 Kommentar »

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Trackback by Auf'n Ab

13. Januar 2007 @ 21:21

Wessen F√ľhrer?…

Ich bin nicht unbedingt ein Fan von Helge Schneider, aber der aktuelle Film ‘Mein F√ľhrer‘ interessierte mich dann doch, und zwar aus zweierlei Dingen: Erstens, weil es doch so einigen Presserummel um den Film gibt und ich mir dar√ľber eine…

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